Jugend und Museum stärken sich gegenseitig

Museum Sinzig

Heimatmuseum Sinzig startet neues Projekt! Sinzig. Sich im Museum tummeln und dabei selbst kreativ werden, das können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren im Sinziger Schloss noch bis zu den Sommerferien.

Möglich ist dies durch das Projekt „Museum macht stark“ im Rahmen des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark“ des Bildungsministeriums. Hierfür hatte sich das Heimatmuseum gemeinsam mit dem Förderverein Denkmalpflege und Heimatmuseum und dem Sinziger Haus der offenen Tür (HoT) beworben und sich so 10.000 Euro gesichert.

„Wir können sehr viel damit machen, auch zwei zu Museen sind geplant“, freut sich Hardy Rehmann, Vorsitzender des Fördervereins. „Die Jugendlichen sind frei in ihren Entscheidungen, was sie selbst machen wollen“, betonte Projektleiterin Annette Hoffmann, Sozialarbeiterin beim HoT. Die einzige Bedingung: Die Jungen und Mädchen werden zum Museumsführer ausgebildet und erhalten hierfür auch ein dementsprechendes Zertifikat.

Bei ihrer Entdeckungsreise durch Vor- und Frühgeschichte, die Zeit der Römer, der Rheinromantik, Stadtgeschichte, sakrale Kunst sowie entlang der Sammlung Niederée und Carl Christian Andreae sollen sie überlegen, wie sie für sich selbst und ihre Freunde oder Verwandten Museum noch interessanter gestalten können. So können sie sich kostenlos mit der Geschichte des Sinziger Schlosses, seiner Bewohner und den darin enthaltenen Ausstellungsstücken beschäftigen und ihren Ideen freien Lauf lassen. Einen Film drehen, an Wochenendworkshops teilnehmen, eine App entwickeln oder selbst eine Ausstellung konzipieren – die Möglichkeiten sind vielfältig. „Eine Idee wäre die Entwicklung eines mehrsprachigen Flyers“, regte Museumsleiterin Agnes Menacher an, denn viele der angemeldeten Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. „Es können immer noch Interessierte mit dazu kommen“, unterstrich Hardy Rehmann. Der oder den Gruppen stehen zudem das Know-How und das Equipment des Instituts Medien Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

„Was die Kinder da lernen – wie etwa Powerpoint-Präsentationen zu gestalten, eine Kamera zu bedienen oder einen Film zu schneiden, ist vom nachhaltigen Belang“, so Agnes Menacher, die sich auf junges Leben in der Bude freut. Nach ihren Erfahrungen durch die „Sinziger Schlossgeschichte“ – ein Projekt, das sie vor einigen Jahren bereits mit Johanna Kretschmer durchgeführt hat, haben Kinder hinreichend Phantasie.

Das Team trifft sich an mehreren Samstagen oder unter der Woche nachmittags, Ganztags-Workshops und Ausflüge, etwa zur Festung Ehrenbreitstein sollen an den Wochenenden und in den Ferien stattfinden.

Wer Interesse hat, kann sich unter 02642/981477 oder per Mail hardy.rehmann@t-online.de melden.