Stadtmuseum Andernach
Außenansicht

Stadtmuseum

Andernach war in der Römerzeit ein bedeutender Hafenort. Bereits vor den Feldzügen Caesar lebten hier Kelten. Von dieser Siedlungs-Kernzelle, im heutigen Stadtzentrum, wuchs die römische Stadt entlang des Rheins bis zum Fuß des Krahnenbergs. Vor allem für die römerzeitliche Sammlung wurde 1936 im „Haus von der Leyen“ das Stadtmuseum eröffnet. Das renaissancezeitliche Gebäude des späten 16. Jahrhunderts gilt als das schönste Haus in Andernach. Archäologische Artefakte aus verschiedenen Ausgrabungen zeigen Andernachs wichtige Funktion als Hafen und Umschlagsplatz des Steinhandels zur Römerzeit.

Produkte, wie Mühlsteine aus Basalt und Bausteine aus Tuff wurden in Andernach schon vor mehr als 2000 Jahren verladen und verschifft. Über Köln, Xanten und bis nach Britannien verbreitete der antike Steinhandel die Basaltlava- und Tuffprodukte der Osteifel. Dieses rege Leben in Werkstätten nahe am Rhein und im Hafen veranschaulicht ein Modell des alten Andernachs, das die Römer Antunnacum nannten. Als ein herausragendes Zeugnis des römischen Heeres an der Rheingrenze steht der knapp drei Meter hohe Grabstein des Soldaten Firmus. Jüngste Forschungsergebnisse der großen Ausgrabung auf dem sog. Weißheimer-Gelände sind in einer Dokumentation mit 3D-Animationen zu sehen.

Im Museum gibt es nicht nur viel zu sehen. Kleine Forscher, die sich einmal wie ein Römer kleiden möchten, können das bei uns tun. Auch die Handmühle lädt kleine und große Besucher dazu ein Mehl selbst zu malen. In einer Führung erfahren die 6 bis 11-jährigen Besucher viel Interessantes zum Alltagsleben der Antunnacenser. Neue Forschungen zur römischen Vergangenheit Andernachs (aktuelle Ausgrabung auf dem sog. Schumacher-Gelände) werden im Museum erforscht und in Sonderausstellungen präsentiert.